2011/2010/ 2009

Die Textilkunst der Inuit   —Vernissage am 23. Februar 2011 –  

„Die Kämme unserer Vorfahren“  Handgewebter Wandteppich - Baumwolle und Wolle   150 cm x 230 cm   Germaine Arnaktauyok (Künstlerin) und Anna Etoangat, Igah Etoangat, Kawtysie Kakee , Geela Keenainak (Weberinnen) Die Vorbilder der Kämme könnten bei den Thule (den Vorfahren der Inuit)  1000 v.Chr. ., oder im späten 18.Jhdt. bei den modernen Inuit entstanden sein.
„Die Kämme unserer Vorfahren“ Handgewebter Wandteppich – Baumwolle und Wolle
150 cm x 230 cm
Germaine Arnaktauyok (Künstlerin) und Anna Etoangat, Igah Etoangat, Kawtysie Kakee , Geela Keenainak (Weberinnen)
Die Vorbilder der Kämme könnten bei den Thule (den Vorfahren der Inuit) 1000 v.Chr. ., oder im späten 18.Jhdt. bei den modernen Inuit entstanden sein.

„Die Kämme unserer Vorfahren“

Die Tapisserie ist neben Bildhauerei, Schnitzerei und Steindruck zu einem der schönsten  Zweige der  Inuit-Kunst geworden. Da die Männer auf die Jagd gehen, sind es vor allem die Frauen, die die Kunst für sich entdeckt haben. Pangnirtung ist eine Inuit-Gemeinschaft auf den Baffin-Inseln. Das  Ziel der Pangnirtung-Tapisserie-Studios ist vor allem, dass die Weberinnen Zufriedenheit in ihren Kreationen finden. Die Inuit-Frauen, die traditionell Kleidungsstücke aus Fellen und Tierhäuten nähen, lernten rasch, ihre Geschicklichkeit in der Weberei einzusetzen. Die Qualität ihrer Arbeit machte Pangnirtung auf der ganzen Welt bekannt und zur größten Handweberei in Kanada. Die Weberinnen arbeiten eng mit Inuit- Künstlerinnen zusammen und lassen ihre eigenen Vorstellungen in die Arbeit einfließen. So entstehen wunderschöne Wandbehänge, die die Mythen und den Alltag der Inuit zeigen. Sehr malerisch und in fröhlichen, naturverbundenen Farben erzählen sie uns Geschichten aus dem Leben in der Arktis.

Nach London, Edinburgh und Zürich jetzt in Wien.

Parallel sind auch einige Skulpturen, Bilder und Schmuck ausgestellt.

Zu den Kunstwerken spricht  Dr. Verena Traeger

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Big Headed Creature

In einer weiteren Fortsetzung unserer Vorträge über Inuit Kunst und Kultur Spricht Frau Dr. Verena Traeger zum thema “Inuit Kultur im Spiegel der Kunst”

Durch die ausgestellten Kunstwerke ist auch die Leben der KünstlerInnen in der Arktis präsent. Die Themenpalette reicht vom Familienleben in der Tundra oder im winterlichen Schneehaus, lebensgefährlichen Jagdausflügen mit Kajak oder Hundeschlitten, Erinnerungen an die guten alten Tage bis hin zu schamanistischen Seancen und Begegnungen mit Geistern und wilden Tieren.

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Inuit Kunst – die Welt von Geistern, Schamanen und Jägern – 19. März 2009

Lars Paulson, Greenland
Lars Paulsen, Greenland

Tief verwurzelt im Mythisch Spirituellen und abhängig von der erfolgreichen Jagd auf Robben, Wale, Eisbären und Moschusochsen haben Inuit sich seit Jahrtausenden den extremen Bedingungen der arktischen Umwelt anzupassen verstanden. Leben und Kunst sind dabei die Kreuzungspunkte, an denen spirituelle und profane Welten aufeinander treffen. Tanzende Eisbären, Tupilait, Trommeltänzer, Jagd- und Familienleben sind für Inuit Künstler und Künstlerinnen immer wieder kehrende Themen.

Die Verkaufsausstellung bietet eine exklusive Auswahl von grönländischen Tupilak Schnitzereien aus Ren-Geweihknochen und kanadischer Inuit Art aus Fettstein. (text: Dr. Verena Traeger)

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Abraham Etungat 1982

Portraits of Inuit Artists, their Co-operatives and their Artworks:  Exhibition of Fine Art Photographs  by prominent Canadian photographer John Reeves

14. May 2009

John Reeves is widely recognized as Canada’s finest photographer. His portraits have been featured in diverse publications, documenting a range of personalities including Marshall McCluhan, Mordecai Richler, Oscar Peterson and Diana Krall. Reeves is a member of the RoyalCanadianAcademy of the Arts and an Associate of the Ontario College of Art and Design.An extensive series of portraits, represented here in part, reflects Reeves’ longstanding interest in the Canadian North and the Inuit people. “Facing Dorset”, a 1999 exhibition across Canada, presented images immortalizing the residents of CapeDorset taken during visits over the last thirty years.  Selected images are available as 28 x 35cm digital reproductions.- These are high-resolution digital outputs on photographic paper bearing a text line with the photographer’s name, adescriptive title and date.

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CMP_3864INUIT ART – MAGIE DER ARKTIS – Vom Leben mit Geistern und Schamanen – 29 October 2009

Die zeitgenössische Kunst der Inuit spiegelt die jahrtausendealte Abhängigkeit der arktischen
Jäger von ihrer Jagdbeute und ihre enge Verbundenheit zur arktischen Umwelt wider. Die
grundlegenden Parameter menschlichen Überlebens waren dabei die gute Kooperation
zwischen Mann und Frau sowie die gegenseitige Hilfe innerhalb der Familien und das
Gleichgewicht zwischen der Irdischen und der Überirdischen Welt, über das früher
Schamanen und Schamaninnen wachten. Für viele zeitgenössische Inuit Künstler bilden daher
die Erinnerungen an das familiäre Zusammenleben vergangener Tage und die alten mündlich
überlieferten Mythen, in denen Menschen, Tiere und Geister noch miteinander sprechen
konnten, untereinander heirateten, gemeinsam Nachkommenschaft zeugten, aber auch
gegeneinander kämpften, eine schier unerschöpfliche Inspirationsquelle. (text: Dr. Verena Traeger)