Zeitgenössische Kunst aus der Arktis

Gallery M – Arctic Inuit Fine Arts bringt als erste Galerie die zeitgenössische Kunst der Ureinwohner (indigener Volker) aus Kanada und den U.S.A. nach Wien. Galeristin Marianne Herwig zeigt wechselnde Ausstellungen von Inuit Kunst der Gegenwart aus Kanada sowie der Indianer Nordamerikas. wählt die Sammlungen sorgfältig aus; die präsentierten Künstler und Künstlerinnen haben sich in prominenten Galerien einen Namen gemacht, die Kunstwerke sind Einzel- und Sammlerstücke.Eskimo etching single

Die prähistorische Kunst in der Arktis
Die kanadische Arktis ist seit mindestens 4000 Jahren von Menschen bewohnt. Die ältesten grösseren Funde von figürlichen Kunstwerken schreibt man heute der Dorset-Kultur zu. (ca. 600 v.Chr. bis ca. 1000 n.Chr.). Die aus Knochen, Walross- Elfenbein und Holz bestehenden Gegenstände stellen Vögel, Bären und andere Land- und Meerestiere sowie menschliche Gestalten, Masken, Miniaturmasken und Gesichtergruppen dar. Es wird angenommen, dass diese Dinge eine bestimmte magische oder religiöse Bedeutung besassen, als Amulette getragen wurden oder in schamanischen Riten Verwendung fanden.

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Themen und Motive der Inuit-Kunst
Auf den ersten Blick erscheinen die Inuit-Skulpturen relativ homogen. Tatsächlich aber sind ihre Themen und Stilformen ausgesprochen variabel. Die Motive und Themen der zeitgenössischen Inuit-Kunst unterscheiden sich von Region zur Region. Neben klassischen Motiven finden sich Darstellungen von kunstvoll geschnitzten Tieren, wie tanzende Bären, Walrosse und Eulen. Realistische Darstellungen wie Mutter und Kind, Jäger mit Sohn, stehen neben surrealistischen und expressionistischen Ansätzen, häusliches Leben ist ebenso Thema wie Dämonenfiguren, Geister und Schamanen.

Inuit-Skulpturen der neueren Zeit
Die Klima-Abkühlung im 16. Jahrhundert bedeutete das Ende der Thule-Kultur. Etwa gleichzeitig kam es zu ersten Kontakten mit Weissen. Die Inuit begannen, mit Walfängern, Missionaren und anderen Europäern Tauschhandel zu treiben. Tierskulpturen, Elfenbein-Nachbildungen von Werkzeugen und anderen Gegenständen aus Europa wurden zu beliebten Tauschobjekten. Die ersten Jahrhunderte dieses Kontakts mit Europäern werden gemeinhin als Historische Periode bezeichnet.

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Themen und Stile

Auf den ersten Blick scheinen die Inuit-Skulpturen relativ homogen zu sein. Tatsächlich aber sind ihre Themen und Stilformen ausgesprochen variabel. Das erklärt sich daher, dass die ca. 30’000 Inuit weit über die kanadische Arktis verstreut sind, so dass jede der etwa 30 ‘Künstlersiedlungen’ ihre Lieblingsthemen und ihren eigenen deutlich erkennbaren Stil entwickelt hat.

Inuit Stein- und Schablonendruck
Die Bildherstellung in der Kanadischen Arktis begann in Cape Dorset in den späten 50er Jahren. In spährlich beheizten Sperrholzhäusern arbeitend, experimentierte eine Gruppe interessierter Leute unter Benützung lokaler Materialien: Lieferungen wurden einmal pro Jahr per Schiff gebracht; die Bedingungen erlaubten keine kunstvollen Drucktechniken, welche eine komplizierte Ausrüstung erfordert hätten. Aus diesen frühen Anfängen entwickelten sich zwei grundlegende Drucktechniken: der Steindruck und der Schablonendruck.